Der FC Erzgebirge Aue hat erstmals seit fast vier Jahrzehnten beim Halleschen FC gewonnen und geht mit viel Selbstvertrauen ins Sachsen-Derby. Das Team von Trainer Pavel Dotchev setzte sich am Sonntag in einem ereignisreichen Spiel mit 3:2 (2:2) beim HFC durch, zuletzt war ein Pflichtspielerfolg an der Saale im März 1988 gelungen. Am Sonntag empfängt Aue Aufstiegsfavorit Dynamo Dresden zum Derby, liegt selbst sechs Punkte hinter Relegationsrang drei. Der HFC steht mit einem Punkt Vorsprung direkt über der Abstiegszone.
Die seit nunmehr vier Spielen auf einen Sieg wartenden Hallenser gingen durch Dominic Baumann (20. Minute) in Führung, den Ausgleich durch Marco Schikora (38.) drehte Timur Gayret (40.) erneut. Kurz vor der Pause schlug Marcel Bär (44.) für Aue zurück. Nach einer Notbremse an Bär sah HFC-Verteidiger Jannes Vollert (65.) die Rote Karte, Marvin Stefaniak (66.) verwandelte vor 9326 Fans den daraus resultierenden Foulelfmeter.
«Das war ein verrücktes Spiel, wie ich es erwartet habe», sagte Aues Trainer Pavel Dotchev. Es wäre ein GAU gewesen, wenn man bei den vielen Chancen nicht gewonnen hätte, betonte Dotchev. HFC-Coach Sreto Ristic hatte trotz der Niederlage positive Dinge gesehen. «Wir haben gut nach vorn gespielt, uns Chancen erarbeitet, Tore gemacht. Was wir nicht gemacht haben - und das zählt - ist verteidigen. Das war schlecht», sagte Ristic.