Der Bund Lausitzer Sorben (Domowina) erwartet von einer neuen Regierung in Sachsen ein klares Bekenntnis und konkrete Zusagen für das sorbische Volk. «Die Domowina fordert, dass die Koalition verbindliche Schritte im Koalitionsvertrag festlegt und verzeichnet. Diese sollen über allgemeine Bekenntnisse hinausgehen und die Rechte auf allen Ebenen – bis zur Landes-, Landkreis- und Kommunalebene – gewährleisten», betonte Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik.
Sorben monieren Mängel im Bildungsbereich
Nach Ansicht des Domowina-Chefs muss die Landesregierung das sorbische Volk aktiv beim Schutz der Sprache und Kultur unterstützen. Die in den vergangenen Jahren angekündigten und ergriffenen Maßnahmen entsprächen nicht den Erwartungen, insbesondere im Bildungsbereich. «Der Mangel an Lehrern gefährdet den Unterricht in sorbischer Sprache. Trotz der eingeleiteten Maßnahmen fehlt eine langfristige Absicherung», hieß es.