Nach weit über 20 Jahren ist Schluss: Heute hat die letzte Ausgabe des Melt-Festivals begonnen. Auf dem ehemaligen Tagebaugelände bei Dessau-Roßlau können sich Feierwütige bis zum Samstag unter anderem auf DJ Koze («Pick Up»), Paula Hartmann («Atlantis») und die Sugababes («Push The Button») freuen. Zur Musik auf unterschiedlichen Bühnen werden einige von ihnen womöglich in Gummistiefel tanzen - denn der Wetterbericht sagt für die Festivaltage auch Regen voraus.
Dass das Melt in diesem Jahr zum letzten Mal stattfindet, hat vor allem mit den gestiegenen Kosten für das Festival zu tun, wie Festivaldirektor Florian Czok der Deutschen Presse-Agentur sagte. Schon länger sei es für ihn und sein Team eine Herausforderung gewesen, schwarze Zahlen zu schreiben. Ähnliche Entwicklungen gebe es auch in anderen Ländern. Die jüngere Generation kaufe weniger Tickets, wolle aber mehr Komfort. «Stadt-Festivals haben es mittlerweile leichter, weil die Leute dort im Zweifel nach Hause oder ins Hotel gehen können und nicht campen müssen.»