Der Vorstand des Thüringer Technologiekonzerns Jenoptik AG ist besorgt über Tendenzen von Intoleranz und Abschottung in der Gesellschaft. «Wer sich abschottet, macht dicht», sagte der Vorstandsvorsitzende des börsennotierten Unternehmen, Stefan Traeger, am Donnerstag in Jena. Für ein Unternehmen wie Jenoptik mit einem hohen Exportanteil am Umsatz und Mitarbeitern aus 29 Ländern seien Rahmenbedingungen wie Offenheit, Toleranz, Vielfalt und Freizügigkeit wichtig.
Um darauf hinzuweisen, starte das Unternehmen eine Kampagne, die Menschen ermutigen solle, tolerant zu sein und sich für Diversität einzusetzen. Mitarbeiter des Unternehmens, das unter anderem Laser, Sensoren und Automatisierungstechnik herstellt, würden sich daran beteiligen.
Großflächige Plakate seien vor allem am Konzernsitz in Thüringen sowie in Sachsen geplant. In Dresden baut Jenoptik derzeit seine Produktionskapazitäten für die Halbleiterindustrie aus. Offenheit sei eine der Hauptbotschaften, offen für Zukunft, Freiheit, Demokratie und Vielfalt, so der Vorstandschef. Während des Digitalgipfels Anfang kommender Woche in Jena werde sie auch an der Fassade der Konzernzentrale in Jena zu sehen sein.