Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Sonstiges

Förderung für zwei Wasserstoffprojekte in Sachsen

Förderung für zwei Wasserstoffprojekte in Sachsen
Im Rahmen des europäischen Gemeinschaftsprojekts «IPCEI Wasserstoff» fördern Bund und Länder gemeinsame Wasserstoffinfrastrukturvorhaben. / Foto: Jan Woitas/dpa
Von: DieSachsen News

Von dem europäischen Wasserstoffvorhaben mit einem Volumen von bis zu 6,9 Milliarden Euro profitieren auch zwei Projekte in Sachsen. Bund und Land planen eine gemeinsame Förderung von rund 20 Millionen Euro, wie das sächsische Wirtschaftsministerium heute mitteilte. Der Freistaat werde sich mit sechs Millionen Euro beteiligen. 

Fit für die Zukunft 

Die beiden Projekte des Leipziger Fernleitungsnetzbetreibers Ontras sollen die infrastrukturelle Anbindung Sachsens und Ostdeutschlands an Wasserstoffprojekte in West- und Osteuropa sowie an der Ost- und Nordsee sicherstellen. Damit könne Wasserstoff erstmals in großen Mengen über weite Strecken transportiert werden. Dies sei notwendig, um Stahlwerke, Chemieanlagen und Kraftwerke fit für die Zukunft zu machen und einseitige Abhängigkeiten bei den Lieferbeziehungen zu vermeiden.

Mehr aus dieser Kategorie

Sachsen als zentraler Eckpfeiler

«Wasserstoff wird künftig ein Kernbaustein vor allem für die Energieversorgung unserer Industrie sein», sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig bei der Übergabe der Fördermittelbescheide im Bundeswirtschaftsministeriums. Mit dem gemeinsamen Start der Pipeline-, Speicher- und Elektrolyseurprojekte beginne «der Aufbau der neuen, klimafreundlichen und zukunftssicheren Wasserstoffversorgungsarchitektur». «Davon profitieren die Wirtschaft, der Verkehrs- und der Energiesektor – und unter dem Strich unsere Bürger», sagte der SPD-Politiker weiter. Die beiden Projekte in Sachsen seien «die zentralen Eckpfeiler für den Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland und Europa.»

Weniger strenge Regeln

Weil die Produktion von Wasserstoff offiziell als gemeinsames europäisches Interesse bestimmt wurde, ist das Vorhaben als sogenanntes «Important Project of Common European Interest» (IPCEI) ins Leben gerufen worden. Dadurch gelten weniger strenge Regeln, wenn Unternehmen mit Staatsgeldern unterstützt werden. Die europaweiten Infrastrukturprojekte sollen den Aufbau einer europäischen Wasserstoffinfrastruktur zwischen Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen, Portugal und der Slowakei ermöglichen.

Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Sachsen News
Artikel von

Sachsen News

Sachsen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media