Mit dem Ende des kühlen regenreichen Wetters am vergangenen Wochenende hat die Gefahr von Waldbränden in Sachsen zugenommen. Für den Norden des Landkreises Bautzen und von Leipzig sowie die Dahlener Heide und den Wermsdorfer Wald gilt aktuell die zweithöchste Warnstufe 4. Bis auf den Vogtlandkreis und einige Flecken im Erzgebirge besteht mittlere Gefährdung, wie aus der aktuellen Übersicht auf der Homepage des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) hervorgeht. Die Prognose indes weist ab Mittwoch schon wieder eine geringe bis sehr geringe Gefährdung aus. Die Meteorologen erwarten reichlich Niederschlag, sodass sich die Lage entspannt. «Es kommt schon wieder Schaukelwetter», sagte eine LfULG-Sprecherin.
Wegen der mit dem Klimawandel einhergehenden Verschiebung von Niederschlägen ins Winterhalbjahr rechnet der Staatsbetrieb Sachsenforst auch in diesem Sommer mit angespannten Phasen hoher Waldbrandgefahr. Trockene Vegetation in Verbindung mit Wind begünstigten diese, sagte ein Sprecher. Schon zu Jahresbeginn trockneten hohe Temperaturen und Wind die relevante Streuschicht - abgestorbene Blätter und Zweige auf dem Waldboden - schnell aus. Dabei verlieren die sandigen Waldböden im Norden des Freistaates noch einmal schneller Feuchtigkeit. Es gebe dort einen Hohen Anteil von Gras zwischen den Bäumen, «das gut brennt». 2024 sei die Situation aber aufgrund des bisherigen Regens etwas günstiger.