Eher selten werden in Sachsen Kirchen verkauft, die nicht mehr für Gottesdienste benötigt werden. Es gibt allerdings Gotteshäuser, Pfarr- und Gemeindegebäude, die inzwischen für ganz andere Zwecke genutzt werden - etwa als Museum oder für Seelsorgeangebote. Die Gemeinden entscheiden selbst darüber.
Bei der evangelischen Landeskirche würden nicht mehr genutzte Kirchen «in der Regel stillgelegt», sagte eine Sprecherin. «Sie bleiben für den Gottesdienst gewidmet und werden in der Gebäudesubstanz erhalten.»
Die Philippus-Kirche in Leipzig etwa wurde an einen Verbund sozialer Einrichtungen verkauft, sie ist Teil eines Projekts mit Inklusionshotel und wird wieder christlich genutzt.
Die Kamenzer Klosterkirche ist ein Sakralmuseum, in Kooperation mit der Stadt. Die Klosterkirche Zittau wurde in eine städtische Museumsstiftung überführt und die Löbauer Johanniskirche an die Stadt verkauft und zum Kulturzentrum.
Mit dem Verkaufserlös der Lutherkirche Heidenau, einem schmucklosen Sparbau aus den 1930er Jahren, wurde eine andere Kirche zum Gemeindezentrum umgebaut. Die Jacobi-Kirche in Wilsdruff wurde mit der Abgabe an die Stadt eine ökumenische Autobahnkirche. Teilweise werden Kirchen auch zusammen mit anderen christlichen Konfessionen genutzt, wie die Petrikirche in Dresden.