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Unbesetzte Studienplätze für Kirchenmusik in Sachsen

Unbesetzte Studienplätze für Kirchenmusik in Sachsen
Viele Stellen für Kirchenmusiker bleiben unbesetzt. (Symbolbild) / Foto: Katie Adkins/AP/dpa
Von: DieSachsen News
Ein Gottesdienst ohne Musik – für viele undenkbar. Für die musikalische Begleitung verantwortlich sind Kirchenmusiker, die jedoch an vielen Stellen fehlen. Wie steht es um den Nachwuchs in Sachsen?

In Sachsen ist der Nachwuchs bei Kirchenmusikern ins Stocken geraten. Sowohl an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy (HMT) in Leipzig als auch an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden blieben Studienplätze unbesetzt, wie eine Anfrage ergab.

An der HMT blieben demnach bereits im Studienjahr 2024/25 fünf der 29 Plätze in kirchenmusikalischen Studiengängen frei. In Dresden studieren ab kommendem September rund 40 Frauen und Männer im Direktstudium Kirchenmusik, auch hier wären mehr möglich. 

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Attraktive Stellenangebote bereits während der Ausbildung

Dabei haben die Absolventen nach dem Abschluss eine Anstellung so gut wie sicher, wie der Direktor des kirchenmusikalischen Instituts, Thomas Lennartz, sagte. Demzufolge bekämen die Studierenden der HMT bereits während der Ausbildung Jobangebote: «Absolventen bekommen hochattraktive Stellen ohne große Berufserfahrung.» Früher hätten diese Stellen deutlich mehr Vorerfahrung erfordert. 

Obwohl in Sachsen bereits Stellen im Bereich Kirchenmusik gekürzt worden seien, blieben viele frei, erläuterte Matthias Drude, Prorektor der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden.

Neuen Nachwuchs gewinnen

An der Hochschule für Kirchenmusik Dresden soll es ab kommendem Jahr ein neues Profil im kirchenmusikalischen Studium geben. Mit einem Schwerpunkt auf Jazz, Rock und Pop soll laut Drude der Personenkreis erweitert werden: «Seit Jahren gewinnt christliche Popularmusik in den Kirchgemeinden an Bedeutung».

Die HMT in Leipzig bietet Schnuppertage und -workshops an, um Nachwuchs zu begeistern. Damit könne aber nicht jeder erreicht werden: «Kirchenmusikalische Ausbildungsgänge sind ein Baustein. Es muss früher angesetzt werden – bei Kirchen und in der Familie», betonte Lennartz. Letztendlich sei der kirchliche Hintergrund entscheidend und nicht jeder für ein Studium in Kirchenmusik zu gewinnen.

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