Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) möchte eng an den Fragen der Zeit bleiben. Zum Abschluss der EKD-Synode in Dresden stellten die Synodalen ihre Vorstellungen zum Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der kirchlichen Arbeit vor. Einzelne Landeskirchen hätten schon damit angefangen und Richtlinien über den Umgang mit KI verabschiedet, sagte Peter Böhlemann, Vorsitzender des Zukunftsausschusses der EKD. Allerdings sei Wildwuchs Tür und Tor geöffnet. Die Synode habe deshalb beschlossen, einheitliche Standards zu erstellen.
Denkschrift: Zum Schutz vor Gewalt kann Gegengewalt nötig sein
Die Tagung der EKD-Synode stand seit vergangenem Sonntag unter dem Thema «Kirche und Macht». Die 128 Synodalen befassten sich auch mit einer «Friedensdenkschrift». Damit schlägt die EKD in der Frage von Krieg und Frieden einen veränderten Kurs ein. Das Leitbild eines gerechten Friedens verbindet die Hoffnung auf Frieden mit der Notwendigkeit einer gerechten Ordnung, die notfalls durch Zwangsmaßnahmen geschützt werden muss, hieß es. «Dazu gehört auch die Anerkennung der Tatsache, dass zum Schutz vor Gewalt auch Gegengewalt nötig sein kann.»
«Jesu Botschaft der Gewaltlosigkeit bleibt zentral. Die EKD würdigt pazifistische Positionen als wichtige Stimmen, die daran erinnern, dass Gewaltanwendung immer schuldig macht. Doch distanziert sich die Denkschrift von früheren Positionen, die den Dienst ohne Waffe als 'deutlicheres Zeichen' christlichen Friedenshandelns ansahen», hieß es zum Anliegen der Friedensdenkschrift.