Nach Ostern und Pfingsten müssen Sachsens Christen auch in der Adventszeit und Weihnachten ohne die übliche Gemeinschaft auskommen. Anders als im Frühjahr dürfen die Kirchen offenbleiben und Gottesdienste, Andachten sowie Christmetten und -vespern gefeiert werden - unter wie bisher strengen Vorsichtsmaßnahmen: Abstand, Maskenpflicht, Kontaktnachverfolgung. Singen aber ist nicht mehr möglich.
Es sei allen bewusst, dass die Infektionszahlen in Sachsen hoch und Kontaktbeschränkungen notwendig sind, sagte eine Sprecherin des evangelischen Landeskirchenamtes in Dresden. «Gleichzeitig brauchen die Menschen gerade jetzt tröstliche, vertraute und zuversichtliche Botschaften und Begleitung.» Die Kirchgemeinden planen deshalb auch Christvespern - «meist häufiger und kürzer, so dass weniger Menschen in begrenzter Zeit zusammenkommen».
Dazu kommen laut Köbsch Angebote für einen Advent zu Hause, lebendige oder digitale Adventskalender, Adventswege oder Videos, und, wie im Frühjahr, Livestreams im Internet und -Übertragungen in Radio und TV. «Sie werden diese Zeit zu etwas Besonderem machen.» So laden die Dresdner Hochschule für Kirchenmusik und die Landesposaunenwarte online zum Mitsingen von Advents- und Weihnachtsliedern ein.