Linke und Grüne im Sächsischen Landtag haben das Verbot der «Reichsbürger»-Gruppierung «Königreich Deutschland» umgehend begrüßt. Grünen-Innenpolitiker Valentin Lippmann sprach von einer «längst überfälligen Entscheidung» und bezeichnete die Gruppierung als «gefährliche Ansammlung von Waffenfanatikern und Demokratieverächtern». Sie habe eine dubiose Parallelgesellschaft insbesondere in Sachsen errichtet.
«Reichsbürger» verlieren wichtige Anlaufstelle
«Durch das Vereinsverbot wird der ständig steigenden Zahl an "Reichsbürgern" zumindest eine wichtige Anlaufstelle entzogen. In einem weiteren Schritt müssen nun die Finanzierungsmethoden der Gruppierung vollumfänglich aufgedeckt werden», betonte Lippmann. Seine Partei habe schon lange darauf hingewiesen, dass der selbsternannte König Peter Fitzek sein «Königreich» über mehr als zweifelhafte Bankgeschäfte finanzierte. Fitzek war am Morgen in Halsbrücke bei Freiberg festgenommen worden.