Der ehemalige sächsische Kultusminister und langjährige Schulleiter in Dresden, Frank Haubitz, ist im Alter von 65 Jahren gestorben. «Wir trauern um den ehemaligen Kultusminister Frank Haubitz. In seiner kurzen Amtszeit hat Haubitz wichtige Weichen gestellt. Die Verbeamtung der Lehrer gehört dazu. Als langjähriger Schulleiter am Gymnasium Dresden-Klotzsche war er vielen Generationen von Schülern ein Herzenslehrer», schrieb Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Donnerstag auf Twitter. Sachsen habe einen erfahrenen Pädagogen, großartigen Schulleiter und einen Kultusminister mit Durchsetzungsvermögen verloren.
Medienberichten zufolge war Haubitz im Juni 2022 an Krebs erkrankt. 2023 ging er nach Angaben der Staatskanzlei in den Ruhestand. Haubitz war 33 Jahre Schulleiter in Dresden-Klotzsche - erst in der Polytechnischen Oberschule (POS), dann im Gymnasium, das daraus hervorgegangen war. Er hatte Pädagogik studiert und war danach ab 1983 Mathematik- und Geografielehrer.
Zwischen 1998 und 2017 war Haubitz zudem Landesvorsitzender des sächsischen Philologenverbandes. Im Oktober 2017 wurde er vom damaligen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich ins Ministeramt berufen, um Brunhild Kurth (beide CDU) als Kultusminister zu ersetzen. Nach nur acht Wochen im Amt und der Übertragung der Regierungsgeschäfte an den jetzigen Ministerpräsidenten Kretschmer musste der parteilose Politiker seinen Stuhl wieder räumen. Haubitz war Sachsens Minister mit der kürzesten Amtszeit.