Es ist wieder einmal Wahlzeit in Sachsen, und die politische Landschaft gleicht einem Schachspiel, bei dem jeder Zug entscheidend ist. Während Ministerpräsident Michael Kretschmer die CDU als Bollwerk gegen Populisten preist, geht der Campact e.V. einen anderen, fast schon subversiven Weg: strategisches Wählen, um die Macht der AfD zu blockieren.
Die Angst vor der Vetomacht der AfD ist nicht unbegründet. Sollte die Partei mehr als ein Drittel der Sitze im Landtag erobern, könnte sie demokratische Prozesse erheblich behindern. Felix Kolb von Campact e.V. malt auf LinkedIn ein düsteres Bild: Eine AfD mit Sperrminorität würde die Demokratie nicht nur lähmen, sondern in ihren Grundfesten erschüttern.
Also, was tun? Campact e.V. hat einen Plan geschmiedet, der fast schon an die Taktiken eines Schlachtfeldstrategen erinnert. In den Wahlkreisen Leipzig Mitte-Ost, Süd, West und Dresden Neustadt sollen die Wähler:innen ihre Erststimme gezielt den Kandidaten der Linken und Grünen geben. Die Hoffnung: Zwei Direktmandate für jede Partei, um deren Einzug in den Landtag zu sichern und die AfD klein zu halten.