Nach dem Aus der Ampel in Berlin drängen die Ministerpräsidenten von Sachsen und Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer und Reiner Haseloff (beide CDU), auf zügige Neuwahlen. Der Ostbeauftragte Carsten Schneider (SPD) hält dies hingegen nicht für nötig, wie nach einem Treffen mit den ostdeutschen Regierungschefs in Berlin deutlich wurde.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) habe sich um seine eigene Mehrheit gebracht, sagte Haseloff. «Dass keine Mehrheit da ist, muss jetzt der Bundestag feststellen und zwar so schnell wie möglich.» Dies könne man innerhalb von Stunden machen, wenn man das wolle, sagte der CDU-Politiker.
Kretschmer betonte, je eher es eine neue Regierung gebe, desto besser. «Unser Wunsch und unser Rat ist auch, jetzt nicht erst bis Januar zu warten, sondern den Weg für Neuwahlen sehr schnell freizumachen.»