Die Linke übt Kritik an dem Polizeiposten und der Verbotszone in der Leipziger Eisenbahnstraße. Die Eröffnung des Polizeipostens suggeriere «Sicherheit in Stadtvierteln, die vielmehr soziale Garantien, Jugendarbeit, Dialog und Konfliktmoderation - sprich, Ressourcen für ein gutes, nachbarschaftliches Zusammenleben ohne Armut und Verdrängung durch Mietsteigerungen - brauchen», betonte die Landtagsabgeordnete und Leipziger Stadträtin Juliane Nagel.
Linke: Bilanz der Waffenverbotszone ist karg
Zugleich forderte Nagel ein Ende der Waffenverbotszone rund um die Eisenbahnstraße. Deren Bilanz sei karg. «Sie hat nichts zur Sicherheit und zu einem guten Zusammenleben in den betreffenden Sozialräumen beigetragen.» Vielmehr habe sie zur Abwertung des Gebietes und einer weiteren Kriminalisierung von Menschen geführt. Die Polizei übe ausufernde Befugnisse durch anlasslose Kontrollen und Durchsuchungen aus, obwohl Hinweisschilder auf eine solche Zone nicht mehr erkennbar seien oder gänzlich fehlten.