AfD-Europaspitzenkandidat Maximilian Krah kannte seinen ehemaligen Mitarbeiter Jian G., der wegen mutmaßlicher Spionage für China in Untersuchungshaft sitzt, nach eigenen Angaben seit weniger als zehn Jahren. «Also ich kenne meine ehemaligen Mitarbeiter seit 2015. Er war mit seiner Firma Mandant in meiner Anwaltskanzlei. Zu einem Zeitpunkt, als ich noch nicht AfD Mitglied war», sagte Krah in einem Video-Interview des AfD-nahen Youtube-Kanals «Neverforgetniki». Krah war früher Mitglied der CDU und wechselte den Informationen auf seiner Internetseite zufolge 2016 zur AfD.
In dem bereits am Donnerstag veröffentlichten Gespräch griff der Europaabgeordnete erneut die Sicherheitsbehörden an und stellte die Festnahme seines Mitarbeiters in Zusammenhang mit der bevorstehenden Europawahl: «(...) genau zum Zeitpunkt der Briefwahlkampagne diese Bombe platzen zu lassen, da bleibe ich dabei, das ist kein Zufall. Hier arbeitet jemand gezielt und hier haben wir es tatsächlich mit einer Aktion des Verfassungsschutzes zu tun (...)». Krah hatte den Behörden bereits im «Stern» vorgeworfen, Kenntnisse über Jian G. gehabt, ihn aber «pflichtwidrig zu keinem Zeitpunkt gewarnt oder informiert» zu haben.