Das Ergebnis der Kommunalwahl vom Sonntag erschwert aus Sicht der kommunalen Spitzenverbände die Politik in der Fläche des Freistaates. Die Arbeit werde herausfordernder, «da das Spektrum in den Kreistagen und Gemeinderäten weiter fragmentiert», sagte der Präsident des Sächsischen Landkreistages, Henry Graichen, der Deutschen Presse-Agentur. Diese sei in den Kommunen jedoch «weniger (partei-) politisch, sondern vielmehr an der Sache orientiert». Der Leipziger Landrat ist «fest davon überzeugt, dass in den Gremien alles dafür getan wird, um auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und zum Wohle der Kommunen zu entscheiden».
Auch aus Sicht von Mischa Woitschek, Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, macht der Wahlausgang die Entscheidungsfindung in vielen Städten und Gemeinden nicht leichter. «Andererseits ist es eine traditionelle Stärke der Kommunalpolitik, dass die meisten Beschlüsse als Sachentscheidungen getroffen werden», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zumindest in den kleineren und mittleren Städten und Gemeinden sei «eine scharfe parteipolitische Abgrenzung nach dem Vorbild der Landtage und des Bundestages ohnehin nicht üblich».