– Der menschengemachte Klimawandel hat auch für Sachsens Feuerwehren Folgen. Die Erfahrungen zeigten, dass bei zunehmender Trockenheit die Brandintensität zunehme, erklärte eine Sprecherin des Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zudem seien Bäche, Flüsse und Teiche, aus denen die Feuerwehr Löschwasser entnehme, weniger ergiebig. Um zu verhindern, dass den Feuerwehrleuten im Ernstfall das Wasser ausgeht, errichtet manche Kommune für viel Geld zusätzliche Zisternen, wie ein Beispiel aus der Region Zwickau zeigt.
Damit die Feuerwehren künftig besser auf trockene Sommer vorbereitet sind, lässt das Innenministerium derzeit ein Waldbrandschutzkonzept erarbeiten. Erfahrungen von nationalen und internationalen Feuerwehren werden neben wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Klimawandel in die Konzeption einfließen, hieß es.
«Explizite Studien, welche den Zusammenhang zwischen der Trockenheit in der Vegetation und der allgemeinen Löschwasserversorgung untersuchen, liegen nicht vor.» Doch laut Ministerium kann auf praktische Erfahrungswerte zurückgegriffen werden. Das Konzept wolle Erfahrungen der Feuerwehren und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel vereinen. Einen Schwerpunkt bildet den Angaben zufolge die Löschwasserversorgung in schwer zugänglichen Waldgebieten.