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Früherer sächsischer Regierungssprecher Sagurna ist tot

Michael Sagurna prägte Sachsens Politik als Regierungssprecher und Berater.  / Foto: Petra Hornig/WeichertMehner/dpa
Michael Sagurna prägte Sachsens Politik als Regierungssprecher und Berater. / Foto: Petra Hornig/WeichertMehner/dpa

Er galt als einer der engsten Weggefährten des einstigen sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf. Nun ist Ex-Regierungssprecher Michael Sagurna gestorben.

Der frühere sächsische Regierungssprecher Michael Sagurna ist tot. Er starb am Montag im Alter von 70 Jahren, teilte seine Familie mit. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung berichtet. «In den letzten Jahren hat er eine schwere Erkrankung still und würdevoll getragen – mit einer Haltung, die uns täglich Vorbild war», hieß es in der Erklärung der Familie.

Sagurna galt als wichtiger Berater Biedenkopfs 

Sagurna stammte aus Paderborn und studierte in Göttingen und Bonn Kommunikationswissenschaften und Jura. Später arbeitete er als Journalist. Sachsens erster Regierungschef nach der Wende, Kurt Biedenkopf, hatte ihn 1991 als Regierungssprecher nach Dresden geholt. Sagurna galt als wichtiger Berater Biedenkopfs. 

«Anfang der 1990er Jahre, in einer Zeit des politischen und gesellschaftlichen Neuanfangs, prägte er als Regierungssprecher maßgeblich das öffentliche Bild der jungen sächsischen Staatsregierung», erklärte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Sagurna habe Politik erklärt und eingeordnet, «oft leise im Ton, aber klar in der Sache». Sachsen verliere mit Sagurna eine prägende Stimme der Nachwendezeit, so Kretschmer. 

Nach dem Rücktritt Biedenkopfs im April 2002 spielte der CDU-Politiker Sagurna noch einmal kurzzeitig eine zentrale Rolle in der sächsischen Regierung. Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) holte ihn im Herbst 2007 als Chef der Sächsischen Staatskanzlei zurück. 2005 war er vorübergehend auch als Regierungssprecher unter der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Gespräch.

Später wechselte Sagurna in die Medienaufsicht. Von 2013 bis 2019 war er Präsident des Medienrates der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und Neue Medien (SLM).

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