Zwönitz/Dresden (dpa/sn) Nachdem bei einem Protest gegen Corona-Maßnahmen in Zwönitz (Erzgebirgskreis) am Freitagabend Polizisten attackiert worden sind, ist es am Wochenende in Sachsen laut Polizei verhältnismäßig ruhig geblieben. Lediglich im Dresdner Stadtteil Laubegast versammelten sich nach Polizeiangaben einige hundert Menschen und zogen schweigend durch die Straßen. Die Einsatzkräfte sperrten die Hauptstraße des Viertels, so dass die Demonstranten in eine Seitenstraße auswichen. Zudem gab es am Sonntag den üblichen Protest entlang der Bundesstraße 96 in Ostsachsen.
Anders gestaltete sich die Situation am Freitagabend in Zwönitz: Dort wurden laut Polizei bei einem Protest gegen die Corona-Maßnahmen Polizisten mit Pyrotechnik attackiert. Der Ort gehört seit Wochen zu den Hochburgen der Corona-Proteste in Sachsen. Wie die Polizeidirektion Chemnitz am Samstag mitteilte, hatten Menschen einen Nebeltopf und eine Handfackel gezündet und in Richtung der Einsatzkräfte geworfen. Die Polizei stellte Pyrotechnik sicher und leitete ein Verfahren wegen Landfriedensbruchs ein. Zudem ermittelt sie wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.