Mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung siedeln sich immer mehr Bundesbehörden mit Dienststellen in ostdeutschen Bundesländern an. Seit 2019 kamen 32 neue Institutionen, Ableger oder Dienststellen in die fünf ostdeutschen Bundesländer, allerdings nur zwei nach Thüringen, wie das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Sören Pellmann mitteilte. Die beiden Thüringer Ansiedlungen betreffen das Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums und die Generalzolldirektion - beide in Erfurt.
Darunter sind etliche Ableger des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie Dienststellen von Behörden wie der Bundesnetzagentur, Bundesverwaltungsamt oder Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Brandenburg und Sachsen haben je zehn neue Standorte des Bundes seit 2019, sieben waren es in Sachsen-Anhalt, drei in Mecklenburg-Vorpommern und zwei in Thüringen. Eine Neuansiedlung verteilt sich über Landesgrenzen auf Cottbus in Brandenburg und Zittau in Sachsen. Mit den Standorten sind nach Angaben des Innenministeriums jeweils mindestens 25 Vollzeitstellen verbunden.