Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) macht sich nach dem gescheiterten Einzug in den Bundestag Mut. Nun sollen die Landesverbände mehr Verantwortung übernehmen. «Das ist kein Machtanspruch, aber eine Verantwortung, die wir haben», sagte die Thüringer BSW-Chefin Katja Wolf. Das BSW verpasste mit 4,97 Prozent den Sprung in den Bundestag nur ganz knapp.
BSW-Gründerin Wagenknecht ließ offen, ob sie an der Spitze ihrer jungen Partei bleibt. Dies werde nun in den Gremien beraten, sagte sie in Berlin. In jedem Fall werde das BSW als Partei weitermachen.
Die Thüringerin Wolf selbst strebt nach eigenem Bekunden keinen Posten in der Bundespartei an. Ihr Platz sei in Thüringen, sagte sie dem «Spiegel». «Die Bundesgremien müssen in Ruhe entscheiden, wie es personell weitergeht.»