Der vom Verfassungsschutz als Rechtsextremist eingestufte AfD-Politiker Jens Maier (62) kehrt möglicherweise in den Bundestag zurück – als Nachrücker für den sächsischen Bundestagsabgeordneten Mike Moncsek. Der hatte am vergangenen Sonntag bei der Landtagswahl in Sachsen ein Direktmandat in Zwickau gewonnen und will sein Mandat im Bundestag abgeben, «wenn es nicht zum Nachteil der Fraktion, der Partei und meiner Mitarbeiter ist», wie der 60-Jährige auf Anfrage einschränkend sagte.
In jedem Fall will Moncsek nach eigener Aussage bis zur Wahl eines neuen sächsischen Regierungschefs im Bundestag bleiben. Nach dem Prozedere in Sachsen wäre das spätestens am 3. Februar 2025 der Fall. Sollte die Wahl scheitern, müsste ein neuer Landtag gewählt werden. Moncsek will mit seinem Zögern vermeiden, dass er dann ganz ohne Mandat dasteht. Über die mögliche Personalrochade hatten zuvor «Zeit online» und das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Gegenüber «Zeit Online» sagte Maier: «Ich bin wieder da.»