Bei der Europawahl hat die AfD in Sachsen mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen am frühen Montagmorgen kam sie auf 31,8 Prozent und hat damit im Vergleich zu 2019 (25,3 Prozent) deutlich zugelegt. Auch in den Großstädten Leipzig, Chemnitz und Dresden war die AfD stärkste Kraft.
Erst mit deutlichem Abstand folgt Ministerpräsident Michael Kretschmers CDU mit 21,8 Prozent und verbucht damit sogar weniger Stimmen als vor fünf Jahren (23,0 Prozent). Ein zweistelliges Ergebnis schaffte als dritte Partei in Sachsen ein Neuling auf dem Wahlzettel: das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit 12,6 Prozent.
AfD-Landeschef Jörg Urban zeigte sich schon nach ersten Hochrechnungen am frühen Sonntagabend sehr zufrieden. «Wir sind deutschlandweit zweitstärkste Kraft geworden», sagte er. Darüber freue er sich außerordentlich. «Gut ist auch, dass die Ökosozialisten der Grünen dramatisch abgestürzt sind.»
Das Ergebnis könne ihre Partei nicht zufriedenstellen, kommentierte die sächsische Grünen-Spitzenkandidatin, Anna Cavazzini, die 5,9 Prozent für ihre Partei. «Wir sind deutlich hinter unseren Möglichkeiten geblieben.» Nun müsse analysiert werden, wie ihre Partei künftig mit ihren Themen wieder stärker durchdringen könne.