Die Wirtschaft in der Tschechische Republik ist im Jahr 2025 deutlich gewachsen. Wie das Tschechisches Statistikamt ČSÚ mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,6 Prozent zu. Wachstumsmotor war vor allem die Binnennachfrage, die von steigenden Reallöhnen und einer nachlassenden Inflation gestützt wurde.
Im vierten Quartal wuchs die Wirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent, im Jahresvergleich ebenfalls um 2,6 Prozent. „Die Binnennachfrage war der zentrale Wachstumstreiber im Jahr 2025“, erklärte Jaroslav Sixta, stellvertretender Vorsitzender des Statistikamts. Die Erholung des Konsums hänge eng mit der stabileren Preisentwicklung und dem realen Lohnwachstum zusammen. Auch die Investitionen entwickelten sich positiv, nachdem sie in den Vorjahren rückläufig gewesen waren. Vor allem das Baugewerbe trug maßgeblich dazu bei und verzeichnete die stärkste Wachstumsrate seit 2002. Insgesamt stieg die Bruttowertschöpfung real um 2,8 Prozent.
Besonders dynamisch entwickelten sich die Dienstleistungsbereiche. Wachstumstreiber waren unter anderem Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie Informations- und Kommunikationsdienstleistungen. Auch konsumnahe Dienstleistungen legten spürbar zu. Die Industrie zeigte sich zunächst schwächer, gewann jedoch zum Jahresende wieder an Dynamik. Der Außenhandel blieb zwar im Plus, ein stärker wachsender Überschuss blieb jedoch aus. Grund dafür war, dass sich die Exportdynamik parallel zu den Importen beschleunigte.