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Tschechiens Wirtschaft wächst dank starker Binnennachfrage

Tschechiens Wirtschaft wächst dank starker Binnennachfrage
Symbolbild Tschechische Krone / pixabay vjkombajn
Von: News aus Tschechien
Die Wirtschaft in Tschechien ist 2025 um 2,6 Prozent gewachsen. Haupttreiber waren steigende Reallöhne und sinkende Inflation. Besonders Dienstleistungen und Baugewerbe legten deutlich zu.

Die Wirtschaft in der Tschechische Republik ist im Jahr 2025 deutlich gewachsen. Wie das Tschechisches Statistikamt ČSÚ mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,6 Prozent zu. Wachstumsmotor war vor allem die Binnennachfrage, die von steigenden Reallöhnen und einer nachlassenden Inflation gestützt wurde.

Im vierten Quartal wuchs die Wirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent, im Jahresvergleich ebenfalls um 2,6 Prozent. „Die Binnennachfrage war der zentrale Wachstumstreiber im Jahr 2025“, erklärte Jaroslav Sixta, stellvertretender Vorsitzender des Statistikamts. Die Erholung des Konsums hänge eng mit der stabileren Preisentwicklung und dem realen Lohnwachstum zusammen. Auch die Investitionen entwickelten sich positiv, nachdem sie in den Vorjahren rückläufig gewesen waren. Vor allem das Baugewerbe trug maßgeblich dazu bei und verzeichnete die stärkste Wachstumsrate seit 2002. Insgesamt stieg die Bruttowertschöpfung real um 2,8 Prozent.

Besonders dynamisch entwickelten sich die Dienstleistungsbereiche. Wachstumstreiber waren unter anderem Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie Informations- und Kommunikationsdienstleistungen. Auch konsumnahe Dienstleistungen legten spürbar zu. Die Industrie zeigte sich zunächst schwächer, gewann jedoch zum Jahresende wieder an Dynamik. Der Außenhandel blieb zwar im Plus, ein stärker wachsender Überschuss blieb jedoch aus. Grund dafür war, dass sich die Exportdynamik parallel zu den Importen beschleunigte.

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Die Inflation lag im Gesamtjahr bei 2,5 Prozent und schwächte sich im vierten Quartal auf 2,2 Prozent ab. Preistreiber waren vor allem Lebensmittel, alkoholfreie Getränke sowie Wohn- und Energiekosten. Dämpfend wirkten hingegen Preisrückgänge in Bereichen wie Bekleidung, Schuhen und Verkehr. Parallel dazu stiegen die Löhne deutlich. Die durchschnittliche Bruttomonatsvergütung lag bei 49.215 Kronen und damit 7,2 Prozent über dem Vorjahr. Real entspricht dies einem Plus von 4,6 Prozent. Im vierten Quartal erhöhte sich der Durchschnittslohn auf 52.283 Kronen, bei einem realen Zuwachs von 5,1 Prozent.

Auch der Arbeitsmarkt entwickelte sich stabil. Die Beschäftigung nahm im Jahresverlauf um 1,1 Prozent zu, vor allem getragen vom öffentlichen Sektor. Gleichzeitig verbesserte sich die Arbeitsproduktivität leicht. Trotz eines moderaten Anstiegs blieb die Arbeitslosenquote weiterhin deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt.

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