Die Tschechische Republik hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu ihrer ersten bemannten Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) gemacht. Das teilte die Regierung am Montag im Prager Planetarium mit. Im Rahmen des nationalen Projekts „Česká cesta do vesmíru" wurde ein Vertrag zwischen der Europäischen Weltraumorganisation ESA und dem Unternehmen Vast Space unterzeichnet, der die Beteiligung Tschechiens an einer geplanten kommerziellen bemannten ISS-Mission ermöglichen soll.
Als möglicher Pilot der Mission gilt der Armeeflugpilot und ESA-Reserveastronaut Aleš Svoboda. Seine Teilnahme muss noch von den internationalen Partnern bestätigt werden. Sollten alle erforderlichen Genehmigungen erteilt werden und die Vorbereitungen planmäßig verlaufen, könnte die Mission in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 stattfinden.
Ministerpräsident Andrej Babiš bezeichnete das Vorhaben als strategische Investition in die Zukunft des Landes. Neben dem symbolischen Wert biete das Projekt konkrete Chancen für tschechische Wissenschaftler, Universitäten und Unternehmen. Im Rahmen der Raumfahrtforschung entwickelte Technologien könnten künftig in der Industrie, im Gesundheitswesen und weiteren Bereichen Anwendung finden.