Präsident Petr Pavel hat sich erneut für die Einführung des Euro in Tschechien ausgesprochen. Bei der Konferenz „ReVize Česka“ in Prag erklärte er, die gemeinsame europäische Währung könne die Position des Landes innerhalb der Europäischen Union stärken.
„Wenn die tschechische Krone unsere Entwicklung behindert, sollten wir sie aufgeben“, sagte Pavel. Länder, die wirtschaftlich eng mit der Eurozone verflochten seien, sollten seiner Ansicht nach auch an den entsprechenden Entscheidungen beteiligt werden. Tschechien gehört bislang nicht zu den Staaten, die an den Gipfeltreffen der Euro-Länder teilnehmen.
Die Regierung von Andrej Babiš hält dagegen weiterhin an der Krone fest. Der Premierminister bezeichnete den Euro nach der jüngsten Kabinettssitzung als möglichen weiteren Verlust nationaler Souveränität innerhalb der Europäischen Union. Die Regierung hatte bereits angekündigt, die Gemeinschaftswährung nicht einführen zu wollen. Künftig soll zudem kein jährlicher Bericht mehr erstellt werden, der die Euro-Reife des Landes bewertet.