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Tschechische Bahnanbieter starten neue Fernzüge nach Kopenhagen und Frankfurt

Tschechische Bahnanbieter starten neue Fernzüge nach Kopenhagen und Frankfurt
Tschechische Bahnanbieter erweitern ihr Fernstreckennetz: ČD fährt nach Kopenhagen, Leo Express nach Frankfurt – und Regiojet prüft Verbindungen nach München und Kroatien. Foto: Leo Express Facebook
Von: News aus Tschechien
Gleich mehrere tschechische Bahnanbieter erweitern ihr Fernstreckennetz. Die Tschechischen Bahnen fahren zweimal täglich nach Kopenhagen, Leo Express hat eine neue Verbindung nach Frankfurt eröffnet – und Regiojet denkt über Züge nach München und Kroatien nach.

Tschechische Bahnunternehmen erweitern ihr internationales Angebot. Das geht aus aktuellen Berichten der Anbieter hervor. Die Tschechischen Bahnen (ČD) betreiben seit Ende Juni – als Teil eines EU-Pilotprojekts – zweimal täglich eine Direktverbindung zwischen Prag und Kopenhagen. In knapp zwölf Stunden gelangen Reisende über Berlin in die dänische Hauptstadt, eingesetzt werden neue Waggons vom Typ ComfortJet. In den Sommermonaten verkehrt zusätzlich ein Nachtzug als dritte Verbindung. Feierlich eröffnet wurde die Strecke in Berlin, in Anwesenheit des deutschen Verkehrsministers Patrick Schnieder. ČD-Sprecherin Vanda Rajnochová erklärte: „Fernreisezüge erleben derzeit in ganz Europa eine Renaissance. Die Verbindung betreiben wir zusammen mit der Deutschen Bahn und den Dänischen Staatsbahnen."

Allerdings erwartet die Bahn für die ersten Monate einen holprigen Start: Zwischen dem 18. Juli und dem 15. August müssen Reisende wegen Bauarbeiten bei Hamburg umsteigen, an einzelnen Tagen ist sogar Schienenersatzverkehr zwischen Hamburg und Kopenhagen geplant.

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Im Privatbahnbereich hat Leo Express vor wenigen Tagen eine neue Verbindung zwischen Bohumín, Prag, Dresden und dem Frankfurter Flughafen eröffnet. „Mit der erfolgreich gestarteten Bahnlinie verbinden wir wichtige europäische Städte miteinander und schaffen eine Reisemöglichkeit auf einer Strecke, auf der es bisher keine Direktverbindung gab", sagte Sprecher Emil Sedlářík.

Regiojet, ein weiterer tschechischer Privatanbieter, zog sich nach einem gescheiterten Expansionsversuch in Polen zurück und prüft nun neue Fernzugverbindungen. Angedacht sind Strecken von Prag über České Budějovice, Linz und Salzburg nach München sowie eine weitere von Prag oder Katowice nach Rijeka oder Split in Kroatien. Sprecher Lukáš Kubát betonte jedoch, es handle sich bislang nur um Ankündigungen: „Ob und wann die einzelnen Bahnlinien in Betrieb genommen werden, hängt von der Wirtschaftlichkeit, dem Kundeninteresse und weiteren Analysen ab." Frühestmöglicher Start wäre der Winterfahrplan 2027.

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