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Restaurantpreise in Tschechien seit 2019 um 56 Prozent gestiegen

Restaurantpreise in Tschechien seit 2019 um 56 Prozent gestiegen
Symbolbild Gulasch / pixabay RitaE
Von: News aus Tschechien
Seit 2019 sind die Preise in tschechischen Restaurants, Pubs und Cafés im Schnitt um 56 Prozent gestiegen. Kaffee und Schnitzel verteuerten sich am stärksten – der Bierkonsum in der Gastronomie geht derweil deutlich zurück.

Die Preise in der tschechischen Gastronomie sind seit 2019 im Durchschnitt um 56 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Auswertung des Kassensystemanbieters Dotykačka hervor, der in weiten Teilen der tschechischen Gastrobranche eingesetzt wird. Was 2019 noch 100 Kronen kostete, schlägt heute mit rund 156 Kronen zu Buche. Die Steigerungen verliefen dabei je nach Kategorie sehr unterschiedlich.

Den stärksten Preisanstieg verzeichnete Kaffee mit einem Plus von 68 Prozent, gefolgt von Schnitzel mit 65 Prozent und Bier mit rund 60 Prozent. Den geringsten Anstieg zeigte der Caesar Salad mit 47 Prozent – als einzige der vier untersuchten Kategorien unter dem Gesamtdurchschnitt. Beim Bier kam es 2024 zu einem besonders deutlichen Preissprung, nachdem die Mehrwertsteuer auf Fassbier im Rahmen von Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen von 10 auf 21 Prozent angehoben wurde. Branchenvertreter fordern seitdem eine Rücknahme der Steuererhöhung. „Wir bitten die Regierung, Brauen als strategischen Sektor mit nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch gesellschaftlicher Bedeutung anzuerkennen", sagte Tomáš Slunečko, Geschäftsführer des Tschechischen Brauerei- und Mälzereiverbands.

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Parallel zu den steigenden Preisen verändert sich das Konsumverhalten: Der Bierumsatz in Restaurants und Pubs sank im vergangenen Jahr um rund fünf Prozent – der stärkste Rückgang seit der Pandemie. „Statt sich in Gaststätten zu treffen, trinken die Menschen zunehmend Bier zu Hause, das sie im Supermarkt kaufen", erklärte Vladimír Syrový von Dotykačka. Vor zwei Jahrzehnten war der Bierkonsum noch etwa gleich auf Gastronomie und Einzelhandel verteilt. Heute liegt das Verhältnis bei rund 70 zu 30 zugunsten des Einzelhandels. Entsprechend ist der Anteil von Bier am Gesamtumsatz der Gastronomie von einstmals rund 21 Prozent auf heute etwa 15 Prozent gesunken.

Ein Gegentrend ist jedoch erkennbar: Alkoholfreies Bier gewinnt an Beliebtheit und stieg von rund sechs Prozent des Bierumsatzes vor der Pandemie auf heute knapp elf Prozent.

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