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Neuer Wanderweg verbindet Sachsen und Tschechien

Neuer Wanderweg verbindet Sachsen und Tschechien
Mit großem öffentlichen Interesse wurde das Band zur Eröffnung des neuen grenzübergreifenden Wanderweges im Tal Suchá Bělá (Dürre Biele) im Nationalpark Böhmische Schweiz durchschnitten. Foto: Hp. Mayr
Von: News aus Tschechien
Am Samstag wurde ein neuer Wanderweg zwischen Schmilka und Hřensko eröffnet. Die rund fünf Kilometer lange Route verbindet erstmals Wegenetze beiderseits der Grenze. Rund 150 Gäste nahmen an der Eröffnung teil.

Ein neuer grenzüberschreitender Wanderweg verbindet seit Samstag, 11. April, den Ort Schmilka mit Hřensko. Das teilten die Nationalparkverwaltungen der Sächsische Schweiz und der Böhmische Schweiz mit. Die rund fünf Kilometer lange Strecke schließt eine bislang bestehende Lücke im Wanderwegenetz beider Regionen.

Zur feierlichen Eröffnung kamen rund 150 Gäste zusammen, darunter Vertreter aus Politik, Verwaltung und Tourismus sowie zahlreiche Wanderfreunde. Begleitet wurde die Veranstaltung unter anderem vom tschechischen Umweltminister Igor Červený, dem sächsischen Staatssekretär Ulrich Menke sowie kommunalen Vertretern aus der Grenzregion.

Der neue Weg verläuft überwiegend auf tschechischem Gebiet im Nationalpark Böhmische Schweiz. Ein rund 800 Meter langer neu gebauter Abschnitt verbindet erstmals bestehende Wege auf beiden Seiten der Grenze. Damit entfällt für Wanderer ein bisher notwendiger Umweg entlang einer stark befahrenen Straße zwischen Bad Schandau und Hřensko.

Startpunkt der Route ist oberhalb von Hřensko am Eingang zum Tal Suchá Bělá. In Richtung Schmilka mündet der Pfad in den sogenannten Grenzweg. Von dort bestehen Anschlussmöglichkeiten zu bekannten Ausflugszielen wie dem Prebischtor, dem Großen Winterberg oder zur Aussichtsplattform Fénix. Die Strecke führt durch anspruchsvolles Gelände und hat den Charakter eines Bergpfades.

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Nach Angaben der Verantwortlichen wurde die Trasse bewusst außerhalb sensibler Kernzonen der Nationalparks angelegt. Grundlage war eine naturschutzfachliche Prüfung nach den Vorgaben des europäischen Natura-2000-Netzwerks. Ziel ist es, Besucherströme gezielt zu lenken und gleichzeitig wertvolle Lebensräume zu schützen.

Die Baukosten beliefen sich auf rund eine halbe Million Kronen, umgerechnet etwa 20.000 Euro. Trotz der vergleichsweise geringen Investition hat das Projekt eine hohe symbolische Bedeutung: Es ermöglicht erstmals seit Jahrzehnten wieder eine direkte Querung der Staatsgrenze in diesem Abschnitt des Nationalparks und steht für die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechische Republik im Natur- und Tourismusbereich.

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