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Historischer Goldfund in Tschechien: Touristen kassieren mehrere Millionen Kronen

Historischer Goldfund in Tschechien: Touristen kassieren mehrere Millionen Kronen
Symbolbild Schatz / pixabay Brett_Hondow
Von: News aus Tschechien
Zwei Wanderer, die vergangenes Jahr am Berg Zvičina in Ostböhmen einen Goldschatz entdeckt haben, erhalten eine Belohnung von 11,7 Millionen Kronen. Das entschied die Regionalverwaltung Hradec Králové.

Zwei Finder eines neuzeitlichen Goldschatzes am Berg Zvičina im Kreis Trutnov erhalten eine Belohnung von 11,7 Millionen Kronen. Das entschied die Regionalverwaltung des Königgrätzer Kreises, wie Vizegouverneur Jiří Štěpán mitteilte. Die Höhe der Belohnung richtet sich nach dem tschechischen Denkmalschutzgesetz, das bei Funden aus Edelmetallen eine Entschädigung in Höhe des Metallwerts vorsieht. „Es handelte sich um einen Fund von außergewöhnlichem Wert. Ebenso am Platz ist ein Dankeschön an die beiden ehrlichen Finder, die alle Gegenstände nach dem Fund den Mitarbeitern des Museums übergaben", sagte Štěpán.

Die beiden Touristen hatten den Schatz im Februar 2025 in einer Steinmauer am Hang der Zvičina entdeckt und ihn umgehend einem Museum übergeben. Zwei Behälter enthielten goldene Münzen, Schmuck und weitere Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von sieben Kilogramm. Eine Analyse des Puncovní úřad ergab, dass der Reingehalt des Goldes 5.230,56 Gramm beträgt. Zum Zeitpunkt des Fundes lag der Goldpreis bei 2.237,50 Kronen pro Gramm.

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Der Schatz umfasst insgesamt 598 Münzen sowie mehr als 30 Schmuckstücke, Tabatieren und Einzelobjekte. Besonders auffällig ist die Zusammensetzung: Den Großteil der Münzen bilden französische Prägungen, daneben finden sich österreichisch-ungarische, belgische und osmanische Stücke. Deutsche und tschechoslowakische Münzen fehlen dagegen vollständig. Die Analyse ergab, dass der Schatz erst nach 1921 vergraben worden sein muss. Über den ursprünglichen Eigentümer ist nichts bekannt. Vertreter des Museums Ostböhmen in Hradec Králové spekulieren, es könnte sich um eine Person handeln, die vom NS-Regime bedroht wurde, oder um einen deutschsprachigen Sudetenbewohner, der nach dem Zweiten Weltkrieg deportiert wurde.

Der Schatz wird derzeit im Museum Ostböhmen in Hradec Králové aufbewahrt. Ein Teil der Artefakte wartet noch auf eine Restaurierung. Das Museum plant, den gesamten Bestand in einer Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach Einschätzung der Museumsfachleute handelt es sich um den wertvollsten Fund dieser Art in der Geschichte der Region.

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