Nach der Brandkatastrophe in einem Nachtclub im Schweizer Alpenort Crans-Montana verschärft die Feuerwehr in der Tschechischen Republik die Kontrollen in Bars, Clubs und Diskotheken. Der Brand in der Schweiz forderte nach offiziellen Angaben 41 Todesopfer, 119 Menschen wurden verletzt. Die tschechischen Einsatzkräfte reagieren mit einer landesweiten Prüfaktion – und stoßen bereits in der frühen Phase auf zahlreiche Sicherheitsmängel.
Im Mittelpunkt der Inspektionen stehen Brandschutzmaßnahmen in Nachtbetrieben, darunter die Kennzeichnung und Freihaltung von Fluchtwegen, die Verfügbarkeit funktionsfähiger Feuerlöscher sowie die Einhaltung vorgeschriebener Wartungs- und Kontrollintervalle. Nach Angaben der Feuerwehr werden in vielen Lokalen Mängel festgestellt, die im Ernstfall die Evakuierung erschweren oder die Brandbekämpfung verzögern könnten. Zudem hätten einige Betreiber verpflichtende Brandschutzkontrollen über längere Zeit nicht durchführen lassen.
Wie das Nachrichtenportal iDnes.cz berichtet, führten Feuerwehrinspektoren bis zum 1. März 2026 bereits 221 der insgesamt 777 geplanten Kontrollen durch. Dabei wurden 292 Verstöße registriert. Die Bilanz unterstreicht aus Sicht der Behörden, dass die Aktion nicht nur symbolischen Charakter hat, sondern konkrete Risiken in der Praxis offenlegt.