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Zlín: Historisches Baťa-Gebäude durch Großbrand teilweise eingestürzt

Zlín: Historisches Baťa-Gebäude durch Großbrand teilweise eingestürzt
Rund 300 Feuerwehrleute kämpfen in Zlín gegen den Brand im historischen Baťa-Areal – das elfetagige Zentrallagergebäude ist teilweise eingestürzt, die Statik des verbliebenen Teils ist gefährdet. Foto: Hasičského záchranného sboru České republiky.
Von: News aus Tschechien
In Zlín ist im historischen Baťa-Areal ein Großbrand ausgebrochen. Das elfetagige Zentrallagergebäude ist teilweise eingestürzt, die Statik ist gefährdet. Niemand wurde verletzt – die materiellen Schäden gehen in die Hunderte Millionen Kronen.

Im historischen Baťa-Areal in Zlín ist am Donnerstag ein Großbrand ausgebrochen, der ein elfstöckiges Lagergebäude teilweise zum Einsturz gebracht hat. Das teilten die tschechischen Feuerwehrbehörden und die Nachrichtenagentur ČTK mit. Das Feuer brach gegen 8.30 Uhr im neunten Stockwerk von Gebäude 34 aus, wo das Zlíner Schuhunternehmen Vasky einen Zentrallager betreibt. Mehr als 300 Feuerwehrleute aus vierzig professionellen und freiwilligen Einheiten waren im Einsatz, unterstützt von zwei Hubschraubern und Drohnen. Am Donnerstagabend war der Brand noch nicht unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand.

Im Laufe des Nachmittags stürzte das Gebäude an zwei Stellen ein, rund die Hälfte des Bauwerks blieb stehen. Feuerwehrsprecher Pavel Řezníček warnte, dass die Statik des verbliebenen Teils gefährdet sei und unklar sei, ob das Gebäude sich selbst zum Einsturz bringt oder vom Eigentümer abgetragen werden muss. Die Einsatzkräfte wurden in größerem Abstand zum Gebäude neu positioniert. Das Areal ist weiträumig gesperrt, die Stadt empfiehlt den Bewohnern eines Kilometer-Radius, Fenster geschlossen zu halten und das Lüften zu reduzieren.

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Die materiellen Schäden sind immens. Vasky-Gründer Václav Staněk bezifferte den Verlust auf 75.000 Paar Schuhe und Kleidung im Verkaufswert von 150 bis 180 Millionen Kronen. Laut Seznam Zprávy waren zudem Waren der Sportmarke Alpine Pro im Wert von über einer halben Milliarde Kronen im Lager – darunter ein Teil der neuen Herbst- und Winterkollektion. Beide Unternehmen nutzten das Gebäude als einziges Zentrallager. Auch mehr als 27.000 Bände der Baťa-Stiftung wurden vernichtet.

Historiker David Valůšek bezeichnete das Gebäude als eines der Symbole des gesamten Areals. Die Anfang der 1950er Jahre nach Plänen von Vladimír Kubečka erbaute Anlage verfügte über ein einzigartiges System zur automatisierten Verladung von Schuhen direkt aus dem Güterzug. Kulturminister Oto Klempíř äußerte Bedauern: „In Zlín ist heute ein Stück eines Ortes verbrannt, der für unser Land viel bedeutet." Mehrere Behördengebäude und Einrichtungen des Baťa-Areals bleiben vorsorglich bis Freitag geschlossen.

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