Fast 40 Prozent der jungen Tschechen haben jeden Monat Geldsorgen
Finanzielle Sorgen sind in Tschechien weit verbreitet – besonders unter jungen Erwachsenen. Das zeigt eine im Juni 2026 von Ipsos für Home Credit durchgeführte Umfrage unter 1.026 Personen. Insgesamt gaben 28 Prozent aller befragten Erwachsenen an, mindestens einmal pro Monat Geldsorgen zu haben. Weitere 35 Prozent berichten von finanziellem Stress mehrmals im Jahr.
Am stärksten betroffen ist die Altersgruppe der 18- bis 26-Jährigen: 39 Prozent von ihnen gaben an, mindestens einmal monatlich unter Geldsorgen zu leiden. Home Credit führt den Druck unter anderem auf steigende Wohnkosten und höhere Alltagsausgaben zurück. Für junge Menschen, die gerade dabei sind, sich finanziell zu etablieren, können unvorhergesehene Ausgaben schnell zum ernsthaften Problem werden – vor allem, wenn nur wenig Ersparnisse vorhanden sind.
Die Umfrage zeigt auch einen deutlichen Zusammenhang zwischen Haushaltseinkommen und finanziellem Stress. In Haushalten mit einem monatlichen Einkommen bis zu 40.000 Kronen berichten 41 Prozent der Befragten von regelmäßigen Geldsorgen. Mit steigendem Einkommen nimmt der Anteil ab – bei Haushalten mit mehr als 70.000 Kronen pro Monat ist er am geringsten. Interessanterweise meldeten auch 54- bis 65-Jährige und Studenten vergleichsweise niedrige Stressniveaus: In beiden Gruppen gaben 43 Prozent an, keinerlei finanziellen Stress zu erleben.
Finanzielle Belastungen können laut den Studienmachern auch gesundheitliche Folgen haben. Die Unterlagen verweisen auf eine 2025 von der amerikanischen Mayo Clinic veröffentlichte Studie, wonach langfristiger finanzieller Stress und Ernährungsunsicherheit mit schlechterer Herzgesundheit und einem höheren Sterberisiko verbunden sein können. Die tschechische Befragung belegt diesen Zusammenhang nicht direkt, unterstreicht aber die potenzielle Verknüpfung von finanzielle Sicherheit und Gesundheit.