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Bahnstrecke nach Deutschland wird elektrifiziert: Ausbau bei Pilsen gestartet

Bahnstrecke nach Deutschland wird elektrifiziert: Ausbau bei Pilsen gestartet
Symbolbild Tschechische Eisenbahnen / pixabay Frantisek_Krejci
Von: News aus Tschechien
Die Modernisierung der Bahnstrecke zwischen Pilsen und Deutschland hat begonnen. Auf dem ersten Abschnitt werden Gleise erneuert, Bahnhöfe umgebaut und die Strecke erstmals elektrifiziert.

Die wichtige Bahnverbindung zwischen Pilsen und Deutschland wird in den kommenden Jahren umfassend modernisiert. Das teilte die staatliche Eisenbahnverwaltung Správa železnic mit. Mit dem Start der Bauarbeiten zwischen Pilsen, Nýřany und Chotěšov hat nun die erste Etappe des Großprojekts begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden.

Auf einer Länge von 12,3 Kilometern werden Gleisanlagen erneuert und erstmals mit einer Oberleitung ausgestattet. Gleichzeitig modernisiert die staatliche Eisenbahnverwaltung Správa železnic die Bahnhöfe in Vejprnice und Nýřany sowie den Haltepunkt Tlučná. Geplant sind barrierefreie Zugänge und ein komfortablerer Ein- und Ausstieg für Reisende. In Nýřany entsteht zusätzlich ein neuer Fußgängertunnel mit Aufzügen.

Nach Angaben des tschechischen Verkehrsministeriums zählt die Strecke zu den wichtigsten Pendlerverbindungen im Großraum Pilsen und ist zugleich eine bedeutende Verbindung in Richtung Bayern. Nach Abschluss der Arbeiten sollen moderne Elektrozüge zum Einsatz kommen, die leiser und komfortabler sind als die bisherigen Fahrzeuge.

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Auch der Güterverkehr soll profitieren. Die Strecke wird künftig für Güterzüge mit einer Länge von bis zu 740 Metern ausgelegt. Die notwendige Stromversorgung wird durch eine neue Umspannstation im Pilsner Stadtteil Skvrňany sichergestellt. Darüber hinaus wird das europäische Zugsicherungssystem ETCS eingeführt. Mehrere Bahnübergänge werden modernisiert, zwei bestehende Querungen durch Unterführungen ersetzt.

Die Kosten für die erste Ausbauphase belaufen sich auf rund 4,49 Milliarden Kronen. Finanziert wird das Projekt teilweise über das EU-Förderprogramm „Connecting Europe Facility“ (CEF) sowie durch den tschechischen Staatlichen Fonds für Verkehrsinfrastruktur. Parallel laufen bereits die Vorbereitungen für weitere Ausbaustufen. Für eine neue zweigleisige Strecke zwischen Pilsen und Stod befindet sich das Genehmigungsverfahren in der Schlussphase. Dort sollen Fernzüge künftig Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreichen.

Auch die Abschnitte zwischen Stod, Domažlice und der deutschen Grenze werden weiter geplant. Die Umsetzung wird in den 2030er-Jahren erwartet und soll mit den Ausbauvorhaben auf deutscher Seite abgestimmt werden.

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