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Weihnachten 2026: Nordmanntanne wird teurer

Junge Nordmanntannen in Reihen auf einer Weihnachtsbaumplantage unter blauem Himmel
Nordmanntannen in einer Weihnachtsbaumplantage (Symbolbild). Foto: High Contrast, Wikimedia Commons, CC BY 3.0 DE
Wer einen echten Weihnachtsbaum will, muss in diesem Jahr tiefer in die Tasche greifen. Warum das so ist, zeigt auch ein Beispiel aus dem Landkreis Meißen.

Landkreis Meißen. Weihnachtsbäume werden 2026 teurer. Der Verband natürlicher Weihnachtsbaum erwartet für die beliebte Nordmanntanne Endkundenpreise von 25 bis 33 Euro pro laufendem Meter. Im vergangenen Jahr lag die Spanne noch bei 23 bis 30 Euro. Der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger nennt dieselben Korridore.

Auch die günstigeren Sorten legen zu. Für die Blaufichte rechnen die Verbände mit 17 bis 22 Euro pro Meter, für die Rotfichte mit 14 bis 19 Euro. Die tatsächlichen Preise hängen von Region, Baumgröße, Qualität und Verkaufsstelle ab.

„Die Preisentwicklung ist vor allem auf gestiegene Produktions-, Personal- und Logistikkosten sowie das rückläufige Angebot zurückzuführen“, sagte Saskia Blümel, Geschäftsführerin des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum, der Tagesschau. Erzeuger verkleinern ihre Anbauflächen oder geben die Produktion ganz auf. „Gründe sind steigende Produktionskosten, zunehmende Wetterextreme, Arbeitskräftemangel und fehlende Betriebsnachfolger“, so Blümel.

Dass Flächen verschwinden, zeigt sich auch vor der Haustür. Eine frühere Aufzuchtfläche für Weihnachtsbäume am Rande von Lichtensee an der B169 zwischen Riesa und Gröditz wurde schon länger nicht mehr bewirtschaftet und sollte versteigert werden. Gleichzeitig greifen viele Käufer zu kleineren Bäumen von 1,50 bis zwei Meter. „Dies hat zum Beispiel auch den Hintergrund, dass der Wohnraum immer geringer wird“, sagte Blümel. Die Haupternte beginnt laut Verband Mitte November.

Selbst sägen kann man im Landkreis zum Beispiel in Pegenau bei Klipphausen. Auf der Plantage des Landwirtschaftsbetriebs Joachim Franz am Windmühlenweg 2 werden Weihnachtsbäume, darunter Nordmanntannen, zum Selberschlagen angeboten. Wann der Verkauf in diesem Jahr beginnt und was ein Baum kostet, hat der Betrieb bislang nicht veröffentlicht. Auskunft gibt es unter Telefon 03521 402976.

Wann und wo der Staatsbetrieb Sachsenforst in diesem Jahr Bäume zum Selbstschlagen anbietet, steht noch nicht fest. Der Forstbezirk Dresden ist auch für den Landkreis Meißen zuständig. Sobald die Termine vorliegen, folgt ein Überblick.

Info: Sachsenforst, Forstbezirk Dresden, Nesselgrundweg 4, 01109 Dresden, Telefon 0351 25308-0, E-Mail poststelle.dresden@sachsenforst.sachsen.de. Laut Sachsenforst werden jährlich etwa 25.000 Weihnachtsbäume im sächsischen Staatswald geschlagen.