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Umgestaltung der Zscheilaer Straße in Meißen kommt voran

Umgestaltung der Zscheilaer Straße in Meißen kommt voran
Oberbürgermeister Markus Renner mit Bauamtsleiter Martin Schuster auf dem bereits fertigen Abschnitt der Zscheilaer Straße. Fotos: Stadt Meißen
From: Meißen News
Die Stadt hat den ersten Abschnitt fertiggestellt. Jetzt ist auch eine neue Hol- und Bringezone nutzbar.

Die Umgestaltung an und rund um die Zscheilaer Straße kommt voran: Die Stadt Meißen hat mitgeteilt, dass am Fuße der Straße eine neue Hol- und Bringezone für Eltern der Freien Werkschule und des Franziskaneums fertiggestellt sei und auch der Straßenabschnitt bis zur Freien Werkschule weitgehend abgeschlossen sei.

Oberbürgermeister Markus Renner mchte sich vor Ort ein Bild vom Baufortschritt. Er sagte, das wichtigste Ziel sei die Umwandlung des gesamten Bereichs in eine verkehrsberuhigte Mischverkehrsfläche, um die Sicherheit im Umfeld der Schulen zu erhöhen. Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer sollten sich bereits jetzt an Schrittgeschwindigkeit halten.

Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt rund um die Einmündung Hafenstraße hatten im März begonnen. Neben der Erneuerung der Straßenoberfläche sind auch die Trinkwasserleitung samt Hausanschlüssen saniert, beschädigte Kanalabschnitte repariert sowie Niederspannungs- und Mittelspannungskabel neu verlegt worden. Zudem ist die öffentliche Straßenbeleuchtung modernisiert worden. Ende Juni habe der Verkehr wieder von der Hafenstraße in die Bahnhofstraße rollen können.

Seit Mitte September sind auch die Nebenanlagen, darunter Gehwege und die Hol- und Bringezone am unteren Ende der Zscheilaer Straße, freigegeben. Auch der zweite Bauabschnitt bis zur Freien Werkschule ist seit Mitte September abgeschlossen, allerdings zunächst nur für den Anwohnerverkehr. Weiter gebaut werde derzeit auf dem Abschnitt zwischen Freier Werkschule und Niederfährer Straße sowie am Abzweig Vorbrücker Straße bis zum Gymnasium Franziskaneum an der Kändlerstraße. Dort werden ebenfalls neue Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt.

Am grundhaften Ausbau sind auch die Meißner Stadtwerke und der Eigenbetrieb Abwasserentsorgung beteiligt. Die Tiefbauer sind auf schwierigen Untergrund gestoßen, weshalb sich das Bauende je nach Witterung voraussichtlich bis in den März 2027 verschieben könne. Künftig solle der öffentliche Verkehrsraum in der Zscheilaer Straße als verkehrsberuhigte Mischverkehrsfläche genutzt werden. Diese Lösung habe sich nach Verkehrszählungen und Anwohnerbefragungen als sinnvollste Variante erwiesen und sei auch bei den Schulen auf Zustimmung gestoßen. Vor allem morgens habe es an der Gabelung von Zscheilaer und Vorbrücker Straße regelmäßig Probleme durch Elterntaxis sowie Fuß- und Radverkehr gegeben.

Um die Sicherheit zu erhöhen, sollen alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer den Straßenraum gleichberechtigt nutzen. Gehwege und Fahrbahn würden dafür im Niveau angeglichen, zudem solle der Durchgangsverkehr zur B101 reduziert werden. Zur Entlastung der Situation vor den Schulen entstehen am Fuße des Berges zwei Hol- und Bringezonen. Eine davon ist bereits fertig. Eltern könnten ihre Kinder an einer Wendemöglichkeit auf Höhe der Grünfläche zwischen Zscheilaer Straße und Weinberggasse oder an der Niederfährer Straße absetzen.


Diese Hol- und Bringzone ist bereits fertig.

Der Bereich vor dem Franziskaneum werde ebenfalls verkehrsberuhigt. Vorgesehen seien klar gekennzeichnete Parkplätze, vor allem für Lieferverkehr, außerdem zeitlich begrenzte Flächen für Lehrkräfte und Anwohner. Eine Plateau-Aufpflasterung am Eingangsbereich solle auf die Mischverkehrsfläche und Schrittgeschwindigkeit hinweisen.

Ergänzt werde das Konzept durch eine bauliche Erweiterung der Freianlage in der Kändlerstraße als Aufenthaltsfläche für Schülerinnen und Schüler. Im Kreuzungsbereich von Zscheilaer Straße und Niederfährer Straße seien barrierefreie Querungsstellen vorgesehen. Zudem würden die Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet.

Insgesamt investierten Stadt, MSW und EAW in dieser Bauphase rund 2 Millionen Euro, davon entfielen rund 1,4 Millionen auf die Stadt. 75 Prozent der städtischen Kosten könnten aus dem EU-Förderprogramm „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung EFRE 2021-2027“ refinanziert werden. Zur künftigen Verkehrsführung im Stadtteil Vorbrücke habe es bereits mehrere Bürgerbeteiligungen gegeben.