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Riesa: Vom Leistungssport ins eigene Unternehmen

Riesa: Vom Leistungssport ins eigene Unternehmen
Blick in die Runde der Ex-Spitzensportler. Foto: privat
Disziplin, Leidenschaft, Unternehmertum: Am Campus Riesa der Dualen Hochschule Sachsen haben frühere und aktive Sportlerinnen und Sportler erzählt, wie sie den Weg in die Selbstständigkeit gefunden haben.

Was haben Spitzensport und Unternehmertum gemeinsam? Um diese Frage ging es am Donnerstag, 24. September, bei der Veranstaltung „Disziplin. Leidenschaft. Unternehmertum.“ an der Staatlichen Studienakademie Riesa der Dualen Hochschule Sachsen (DHSN) in der Rittergutsstraße. Eingeladen hatte die DHSN zusammen mit YETI Dresden, der IHK Dresden, der Handwerkskammer Dresden, dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) und dem Verbundprojekt 4transfer. Die Veranstaltung war kostenfrei. Nach Angaben der Hochschule richtete sie sich vor allem an Gründerinnen und Gründer sowie an Nachfolgerinnen und Nachfolger in Unternehmen.

Auf dem Podium saßen Menschen, die den Wechsel vom Sport in die Wirtschaft geschafft haben: die frühere Tänzerin Carla Senf, die in Leipzig die Barre Studios gegründet hat, und der gebürtige Riesaer Gerd Leopold. Er war Mittel- und Langstreckenläufer, wurde ein erfolgreicher Bobtrainer und führt das Sportzentrum Olympia in Riesa. Außerdem dabei waren Dustin Mühle, Amateurradsportler und Nachfolger im Familienunternehmen Mühle-Glashütte, der frühere Dynamo-Torhüter Benny Kirsten, der die Der Schwatte GmbH gegründet hat, und der zweifache Olympia-Zweite im Gewichtheben Marc Huster, heute selbstständiger Sportkommentator. Die Geräteturnerin und Wissenschaftlerin Thorgund Nemec und der Stabhochspringer Stefan Müller wurden als Gründer angekündigt.

In drei Themen-Talks ging es danach um die Nachfolge als Karrierechance, um die Frage, wie man von der Idee zur Übernahme eines Betriebs kommt, und darum, wie sich sportliche Ausdauer ins eigene Geschäft übertragen lässt. 

Unter den Gästen war die Meißner CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Kuge. Sie leitet den Petitionsausschuss des Landtags und ist Mitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsunion. In einem Beitrag in sozialen Netzwerken schrieb sie: „Sport und Unternehmertum haben erstaunlich viel gemeinsam: Ziele setzen, dranbleiben, Rückschläge überwinden, Verantwortung übernehmen und an sich selbst glauben.“ Für sie sei es „einmal mehr die Erkenntnis: Erfolg entsteht selten über Nacht. Er braucht Mut, Ausdauer, Leidenschaft und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.“

Ganz ähnlich hatte die DHSN schon in ihrer Einladung für den Abend geworben. Spitzensport und Unternehmertum verbinde „mehr, als man auf den ersten Blick vermuten könnte: Disziplin, Leidenschaft, Durchhaltevermögen – und der Wille, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen“.