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Radebeuler Ziller-Preis geht an Dresdner Nachwuchsplaner

Farbiger Lageplan mit Grünflächen, einer roten Wegeachse und beschrifteten Stationen wie Fitnesskomplex, Ballsportkomplex und Abenteuerspielplatz
Der Siegerentwurf zeigt Sport- und Freizeitflächen entlang einer West-Ost-Achse zwischen Meißner Straße und Gleisdamm. Foto: Stadt Radebeul (Preisträgerarbeit 2026 von Yannick Geldner, Ausschnitt)
Ein Absolvent der TU Dresden hat den Ideenwettbewerb um die Sportlich-kulturelle Mitte Radebeul gewonnen, für die Bund und Land Millionen bereitstellen. Es geht um das Quartier zwischen Meißner Straße und Gleisdamm.

Radebeul. Yannick Geldner hat den Moritz-Ziller-Preis 2026 der Stadt Radebeul gewonnen. Der Absolvent der Landschaftsarchitektur an der TU Dresden erhält 2.500 Euro für seine Ideen zur Sportlich-kulturellen Mitte Radebeul. Mit der Arbeit hat er zugleich sein Studium abgeschlossen. Eine Jury Dresdner Fachleute wählte den Preisträger am 7. Oktober 2026 aus, teilt die Stadtverwaltung am Mittwoch mit.

Für das Gebiet stehen 10 Millionen Euro Städtebaufördermittel von Bund und Land bereit. Der Stadtrat hatte dafür 2024 einen Rahmenplan beschlossen. Der Plan des Preisträgers zeigt eine West-Ost-Achse zwischen Meißner Straße und Gleisdamm, die bis zum Lößnitzgymnasium und zum Lößnitzstadion reicht. Entlang dieser Achse sieht Geldner unter anderem ein Haus der Kultur und Geschichte, das Kellereigebäude Hoflößnitz, einen Fitnesskomplex mit einem 1000-Meter-Fitness-Loop, einen Pumptrack, einen Ballsportkomplex und einen Abenteuerspielplatz vor. Dazu kommen ein Anbau am Kroko-Fit, Neubau und Sanierung der Jugendherberge sowie Versickerungsbereiche.

Neben dem Preis vergab die Jury zwei Anerkennungen, die nach Dresden und nach Cottbus gingen. Den deutschlandweiten städtebaulichen Ideenwettbewerb schreibt die Stadt alle drei Jahre aus. Bewerben können sich Studenten und Absolventen der Fächer Städtebau, Landschaftsarchitektur und Architektur.

Verliehen wird der Preis im derzeit leerstehenden Meda-Gebäude an der Meißner Straße 191, wo auch die Jury getagt hat. Die Stadt hatte es samt Grundstück 2024 erworben. Künftig soll dort ein „Haus der Kultur und Geschichte“ das Stadtarchiv und weitere kulturelle Einrichtungen aufnehmen. Ab 16 Uhr gibt es einen Sektempfang, um 16.30 Uhr eröffnet das Jazz-Duo Torsten Hellmig und Uwe Fink die Veranstaltung. Jörg Müller, Erster Bürgermeister und Leiter des Geschäftsbereichs Stadtentwicklung und Bau, begrüßt die Gäste. Nach der Laudatio können Besucher bis 20 Uhr bei einem Rundgang alle eingereichten Ideenbeiträge kennenlernen und diskutieren.

Preisverleihung Moritz-Ziller-Preis: Sonnabend, 7. November 2026, ab 16 Uhr, Meda-Gebäude, Meißner Straße 191, Radebeul. Eintritt frei, alle Bürger sind eingeladen. Zufahrt an der Meißner Straße neben dem ELEMENTS Badstudio. Es gibt nur wenige Parkplätze, die Anreise mit Bus und Bahn wird empfohlen.