Radebeul vergibt Moritz-Ziller-Preis für Ideen zur neuen Stadtmitte
Radebeul. Wie könnte die Mitte zwischen Radebeul-Ost und Radebeul-West einmal aussehen? Mit dieser Frage haben sich Studenten und Absolventen der Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung beim sechsten Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung beschäftigt. Ein Preisgericht aus namhaften Dresdner Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern hat Anfang Oktober einen Preisträger und zwei Anerkennungen ausgewählt. Ausgezeichnet werden sie am Sonnabend, 7. November.
Der Wettbewerb stand unter dem Titel „Zwischen den Zentren. Ideen für eine sportlich-kulturelle Mitte“. Das Gebiet zwischen den beiden historischen Ortskernen hat mit Stadion, Sportzentrum, Gymnasium, Theater und Jugendherberge Bedeutung für die ganze Stadt, wird aber von Verkehrsanlagen und Brachflächen zerteilt. Grundlage ist der Rahmenplan „Sportlich-kulturelle Mitte“, den der Stadtrat im Februar 2025 beschlossen hat. Die Teilnehmer konnten sich unter anderem mit der Umgestaltung einer Industriebrache für Sport und Kultur, einem öffentlichen Fitness- und Freizeitpark für alle Altersgruppen oder einer Inklusions-Jugendherberge befassen. Das leerstehende Meda-Gebäude, ein Laborbau von 1985, soll künftig als „Haus der Kultur und Geschichte“ das Stadtarchiv aufnehmen.
Die Stadt vergibt den Preis in der Regel alle drei Jahre. Er erinnert an die Baumeisterfamilie Ziller, die im 19. Jahrhundert Städtebau und Gartenkultur im heutigen Radebeul geprägt hat. Moritz Ziller war zudem Mitbegründer und von 1880 bis 1892 Vorsitzender des Verschönerungsvereins für die Lößnitz.
Die Preisverleihung findet im Meda-Gebäude an der Meißner Straße 191 statt, mitten im Wettbewerbsgebiet. Erreichbar ist es über die Zufahrt am Badstudio „Elements“ von der Meißner Straße aus. Ab 16 Uhr gibt es einen Sektempfang, um 16.30 Uhr beginnt die Verleihung mit Laudatio und Musik. Danach können die Gäste die Arbeiten bei einem Rundgang durch die Ausstellung ansehen. Mehr zum Wettbewerb steht auf der Seite der Stadt Radebeul.