Meißen: Erste Stelen zu jüdischem Leben enthüllt
Meißen. Auch eine Form des Gedenkens. Am Montag, 9. November 2026, um 15 Uhr startet am Markt vor dem Rathaus ein Stolpersteinrundgang. Oberbürgermeister Markus Renner nimmt teil. Neu dabei: die Enthüllung der ersten Stelen zu jüdischem Leben in Meißen. Das teilt die Pressestelle der Stadt Meißen mit.
Die Route führt vom Markt zum Heinrichsplatz. Dort soll die erste Stele am Ort des früheren Kaufhauses Loewenthal enthüllt werden, heute die Buchhandlung Thalia. Weiter geht es zum Brückenkopf, wo die zweite Stele an den Standort des früheren Kaufhauses Schocken erinnern soll. Ob der Rundgang danach fortgesetzt wird, hängt vom Wetter ab.
Der Termin fällt auf den Jahrestag der Novemberpogrome 1938. Damals wurden auch in Meißen jüdische Geschäfte verwüstet und geplündert, darunter das Kaufhaus Schocken und Läden der Familien Cohn, Heymann, Loewenthal und Sachs. Der Verein Buntes Meißen e.V. schreibt, an sechs Orten mit Bezug zum jüdischen Leben in der Stadt würden die ersten Stelen enthüllt. Am Rundgang werden Biografien und Erinnerungszeugnisse gelesen.
Der Termin gehört zum Themenjahr TACHELES, dem Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen. Am Abend des 9. November ist zudem um 19.30 Uhr ein Konzert in der Frauenkirche geplant.
Weitere Stadt-Termine in den kommenden Tagen: Am Mittwoch, 11. November, 11.11 Uhr, nimmt Renner am Faschingsauftakt auf dem Markt teil. Am Freitag, 13. November, lädt die Stadt von 14 bis 18 Uhr im Pfadfinderheim in der Weinberggasse 3a zum offenen Bürgerdialog über die Mobilität von morgen ein. Am selben Abend um 19 Uhr gibt es im Theater Meißen die Jubiläums-Lotterie zum 175. Geburtstag. Samstag, 14. November, 10 bis 13 Uhr, ist Ausbildungstag im Großen Ratssaal. Sonntag, 15. November, endet im Stadtmuseum die Sonderausstellung „125 Jahre in Exponaten“.
Mehr zum Stolpersteinweg beim Verein Buntes Meißen e.V.