„Gute Seele“ der Bibliothek und Karl-May-Förderer: Freistaat ehrt zwei Ehrenamtliche aus dem Landkreis Meißen
Riesa/Radebeul. Zwei Ehrenamtliche aus dem Landkreis Meißen gehören in diesem Jahr zu den Geehrten der Auszeichnung „Ehrenamt in der Kultur“: Monika Bär von der Stadtteilbibliothek Weida in Riesa und René Grießbach vom Förderverein Karl-May-Museum Radebeul. Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) hat am Donnerstag in Dresden insgesamt 27 Ehrenamtliche ausgezeichnet. Sie wurden aus 54 Vorschlägen ausgewählt. Neben einer Ehrenamtsurkunde erhielten sie ein Präsent.
Monika Bär hilft seit 24 Jahren in der Stadtteilbibliothek Weida an der Stralsunder Straße mit. Sie unterstützt bei der Ausleihe und der Pflege des Bestands und berät Leserinnen und Leser bei der Buchauswahl. Für viele Besucher sei sie „weit mehr als eine ehrenamtliche Helferin – sie ist die ‚gute Seele‘ der Bibliothek“, heißt es in der Würdigung des Ministeriums. Nach persönlichen Schicksalsschlägen habe sie dort „einen Ort der Begegnung, des Lernens und des Miteinanders“ gefunden. Die Zweigstelle der Stadtbibliothek Riesa hat rund 6.000 Medien und ist montags geöffnet. Träger ist die FVG Förder- und Verwaltungsgesellschaft für Wirtschaft, Kultur und Sport Riesa.
René Grießbach hat den Förderverein des Karl-May-Museums über mehrere Jahre als Geschäftsführer „maßgeblich geprägt“, so die Würdigung. Aus gesundheitlichen Gründen gab er das Amt ab. Als Ehrenmitglied und Ehrenvorstand ist er aber weiter aktiv: Er übernimmt Außentermine, pflegt Netzwerke, vertritt den Verein nach außen und betreut dessen Social-Media-Kanäle. Grießbach hat außerdem zahlreiche Aufsätze über Karl May veröffentlicht, unter anderem in den Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft. Der Förderverein entstand 1988 als Freundeskreis des Museums. Er präsentiert das Haus etwa bei den Karl-May-Festtagen, organisiert Vorträge und gibt Geld für die Restaurierung von Objekten und Gebäuden.
„Mit Ihrem unermüdlichen Engagement halten die Ehrenamtlichen die Kultur lebendig, schaffen Begegnungen und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte Klepsch. „Diese Leistung ist unbezahlbar für uns alle. Gerade in schwierigen Zeiten ist dies besonders wichtig.“
Die Auszeichnung wird im zweijährigen Wechsel mit dem Sächsischen Museumspreis vergeben. Seit 2022 geht sie nicht mehr nur an Ehrenamtliche aus Museen, sondern auch an Engagierte aus Gedenkstätten, archäologischer Denkmalpflege, Bildender und Darstellender Kunst, Musik, Literatur, Film und Soziokultur sowie aus der sorbischen Kultur. Ausgewählt werden die Geehrten von Fachpartnern, darunter die Sächsische Landesstelle für Museumswesen, das Landesamt für Archäologie, der Sächsische Musikrat, der Sächsische Literaturrat und die Domowina.