Einsatzleitwagen an die Stadt Riesa übergeben
Riesa hat ein neues Führungsfahrzeug für den Katastrophenschutz: Landrat Ralf Hänsel übergab am Dienstag die Schlüssel für den Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) an die Stadt. Gemeinsam mit Riesas Oberbürgermeister Marco Müller verschaffte sich Hänsel bei einem Blick ins Fahrzeuginnere einen Eindruck von der Ausstattung. Der ELW 2 ist mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik ausgerüstet und soll die Einsatzleitung künftig bei komplexen Lagen unterstützen.
Nach Angaben des Landkreises dient das Fahrzeug als mobile Kommunikationszentrale sowie als Beratungsraum für die Einsatzleitung bei größeren Schadenslagen im Landkreis Meißen. Darüber hinaus kann der ELW 2 als Abschnittsleitung bei Einsätzen in anderen Landkreisen eingesetzt werden. Damit besteht die Möglichkeit, größere Einsatzabschnitte und mehrere Verbände eigenständig zu führen – bei Bedarf auch überregional. Die Technik an Bord ermöglicht eine strukturierte Lageführung und eine verlässliche Koordination der Kräfte vor Ort.
Besetzt wird der Einsatzleitwagen mit zwei Einsatzkräften. Sie bringen das Fahrzeug zur Einsatzstelle, nehmen die Technik in Betrieb und bedienen die Systeme. Zu ihren Aufgaben zählt insbesondere, die gesamte Kommunikation sicherzustellen – von der Verbindung zu Leitstelle und Einsatzabschnitten bis hin zur internen Abstimmung innerhalb der Einsatzleitung. Damit soll die Führungsarbeit im Ereignisfall entlastet und beschleunigt werden.
Der ELW 2 ist Bestandteil der Katastrophenschutzeinheit und wurde dem Landkreis Meißen durch das Sächsische Staatsministerium des Innern übergeben. Die Kosten in Höhe von rund 703.000 Euro trägt der Freistaat Sachsen. Wie der Landkreis mitteilte, war auch das Vorgängerfahrzeug bereits in Riesa stationiert. Dieses entsprach nicht mehr dem Stand der Technik und wurde inzwischen ausgesondert. Mit dem neuen Einsatzleitwagen soll die Führung bei Großschadenslagen nun deutlich leistungsfähiger aufgestellt sein.