Drohnen und KI: Offizierschule in Dresden blickt auf das Heer von morgen
Dresden. Wie wird das Heer künftig kämpfen? Um diese Frage ging es nach Angaben der Bundeswehr Sachsen kürzlich bei einem Innovationsforum an der Offizierschule des Heeres (OSH) in Dresden. Gemeinsam mit Unternehmen und Vertretern der Landstreitkräfte bekamen die Teilnehmenden Einblicke in neue Technologien. Die Bandbreite reichte von Künstlicher Intelligenz und digitalen Führungssystemen bis zu unbemannten Systemen und Virtual Reality.
Bei der Eröffnung sprach der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer. „Geschwindigkeit ist eine Frage des Überlebens auf dem Gefechtsfeld“, sagte er. Moderne Technik allein reiche nach Darstellung der Bundeswehr nicht aus. Entscheidend sei, neue Möglichkeiten schnell in die Truppe zu bringen und sie in Führung, Taktik und Ausbildung einzubinden. Der Mensch bleibe dabei der entscheidende Faktor.
Für den Führungsnachwuchs an der Schule heißt das laut Bundeswehr, Innovationen zu verstehen und neue Fähigkeiten bewerten zu können. Die künftigen Offiziere sollen die Landstreitkräfte von morgen aktiv mitgestalten. Auf Fotos vom Forum ist unter anderem das Modell der Airbus-Drohne „Bird of Prey“ zu sehen, das sich Soldaten erklären ließen. Nach Angaben von Airbus ist sie eine wiederverwendbare, unbemannte Abfangdrohne gegen Kamikaze-Drohnen, die mit kleinen Luft-Luft-Raketen des Start-ups Frankenburg Technologies bestückt wird und Ende März 2026 in Norddeutschland erstmals im Demonstrationsflug getestet wurde.
Die OSH ist die zentrale Ausbildungseinrichtung für Offizieranwärter und Offiziere des Heeres. Sie hat ihren Sitz in der Graf-Stauffenberg-Kaserne an der Marienallee in der Dresdner Albertstadt. Der Neubau der Schule wurde 1998 eingeweiht.
Weitere Informationen zur Offizierschule des Heeres gibt es auf der Internetseite der Bundeswehr. Airbus beschreibt die Abfangdrohne „Bird of Prey“ in einer Pressemitteilung (Englisch).