Umweltverbände haben zu einem achtsamen Umgang mit Osterfeuern aufgerufen. «Wir wollen niemandem diesen Brauch vermiesen. Es ist natürlich schön und stimmungsvoll, am Osterfeuer zu stehen und den Frühling zu begrüßen. Daher geben wir Tipps, wie das Osterfeuer etwas verträglicher für Tiere und Umwelt wird», sagte Silvia Teich, Sprecherin des Naturschutzbundes Deutschland in Berlin, auf Anfrage.
«Gegen Osterfeuer spricht, dass das Material besser im Garten zum Beispiel als Füllmaterial für ein Hochbeet, als Benjeshecke oder Totholzhaufen und damit als Unterschlupf und Lebensraum für Insekten, Spitzmaus, Igel und viele Vogelarten dienen könnte, betonte die Nabu-Sprecherin. Äste und Zweige seien viel zu nützlich, um sie einfach zu verbrennen. Zudem entstehe wie immer beim Verbrennen von Holz Feinstaub und CO2 werde freigesetzt. Auf keinen Fall gehöre Sperrmüll ins Osterfeuer. Dann würden viele Schadstoffe freigesetzt.
«Schlimmer sind die Folgen für Wildtiere, die sich in die oft schon seit Wochen aufgeschichteten Stapel zurückgezogen haben oder dort bereits brüten. Sie kommen durch das Anzünden der Haufen oft zu Tode oder verlieren ihre Brut», sagte Teich. Tierarten wie Spitzmäuse, Amphibien, Igel und Insekten zögen sich gern in solche Haufen zurück.