Bei Schauspieler Götz Schubert («Brecht», «Wolfsland») hat momentan das Theaterspielen Priorität vor Film und Fernsehen. «Ich stehe gern auf der Bühne und mache Theater», sagte er vor Beginn des Lausitz Festivals (25. August bis 14. September) der Deutschen Presse-Agentur. Der 61-Jährige steht zum Auftakt am Sonntagabend in Weißwasser in Shakespeares «Othello» auf der Bühne, als Jago.
Schubert liebt direkten Publikumskontakt
Das Verhältnis hat sich laut Schubert aktuell wieder zugunsten des Theaters verschoben, bevor neue Dreharbeiten rufen. «Das freut mich; es ist ein bisschen eine Rückkehr zu den Wurzeln», sagte er. «Da hat man direkteren Kontakt zum Publikum.» Auch in der Inszenierung von Marcel Kohler, mit der das Meisterwerk von Dramatiker William Shakespeare und dessen einzige überlieferte literarische Handschrift «Die Fremden» dreimal in einer ehemaligen Glasfabrik aufgeführt werden.
Shakespeare ist einer von Schuberts Lieblingsautoren des Theaters, neben Molière. Seine Texte seien zeitlos und auch «was in Theater und Film damit möglich ist, spricht für ihn.» So werde beim «Othello» mit «Die Fremden» ein Text verwandt, der erst vor ein paar Jahren auftauchte und Shakespeare zugeschrieben wurde. Der habe mit seinen Storys und Geschichten über Liebe, Beziehungen, politische Verstrickungen oft den Nerv getroffen, «das ist total spannend.» Sie versuchten nun, dem noch eine politische Dimension zu geben.