Die Vietnamesen in Sachsen müssen dieses Jahr wegen der Corona-Krise zu ihrem traditionellen Neujahrsfest Tet auf die sonst üblichen großen Feiern mit Bekannten und Freunden verzichten. «Leider sind aktuell keine Feiern möglich», sagte der Vorsitzende des Vereins der Vietnamesen in Dresden, Bui Truong Binh, der Deutschen Presse-Agentur. «Wir halten uns selbstverständlich an die Corona-Regeln.» Daher werden die Mitglieder seines Vereins das Tet-Fest in ihren Familien begehen und Freunden nur aus der Ferne Gesundheit, Glück und Erfolg wünschen.
Tet ist die geläufige Abkürzung für Tet Nguyen Dan - zu Deutsch «Fest des ersten Morgens». Es gilt als das wichtigste Fest für Vietnamesen - vergleichbar mit Weihnachten in Deutschland. Das Datum richtet sich nach dem Mondkalender, so wie unter anderem auch in China. In diesem Jahr fällt es auf den 12. Februar. Dann beginnt das Jahr des Büffels. Zu den Traditionen beim Tet-Fest gehören besondere Speisen wie Klebreiskuchen, aber auch Feuerwerk, das Unglück und böse Geister vertreiben soll, sowie das Verschenken roter Kuverts mit Glücksgeld.