Zeugnisse raffinierter Handwerkskunst aus dem 18. Jahrhundert vereint eine Ausstellung, die an diesem Freitag in Zittau eröffnet wird. Die Sonderschau mit dem Titel «Seiner Zeit voraus» (bis 17. August 2025) ist dem früheren Ratsuhrmacher der Stadt, Johann Gottfried Prasse (1725-1799), gewidmet.
Wie die Städtischen Museen mitteilten, werden 13 Uhren aus der Werkstatt des erfindungsreichen Meisters gezeigt, darunter eine Tischuhr mit digitaler Anzeige. «Uns war nicht klar, wie sie funktionierte», sagte Museumsdirektor Peter Knüvener. Erst durch eine genaue Untersuchung im Mathematisch-Physikalischen Salon der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden konnte das Rätsel entschlüsselt werden.
Die sogenannte Nachtlichtuhr von 1766 kommt völlig ohne Zeiger aus. Sie sei weitgehend im Original erhalten, nur das Pendel fehle. Eine ausgetüftelte Mechanik sorgte dafür, dass sich zwei Metallscheiben mit geraden und ungeraden Ziffern wie ein Stundenzeiger bewegten. Das Museum habe sich dagegen entschieden, das Uhrwerk wieder in Gang setzen zu lassen. Dafür hätten originale Teile ausgetauscht werden müssen.