Jüdisches Leben in Sachsen: Fotoausstellung kommt nach Chemnitz
Die Popup-Fotoausstellung „Einblicke – Jüdisches Leben heute in Sachsen“ ist vom 4. bis 16. November 2026 im Neuen Rathaus Chemnitz zu sehen. Gezeigt werden 40 Fotografien sowie eine Videoinstallation. Der Eintritt ist frei.
Eröffnet wird die Ausstellung bereits am Dienstag, 3. November, um 15 Uhr. Zur Eröffnung sprechen Chemnitz’ Oberbürgermeister Sven Schulze und Konstantin Zahariev, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden. Die Schau befindet sich im Ausstellungsraum links vom Eingang. Sie ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.
Die Bilder zeigen jüdisches Leben in Sachsen zwischen religiöser Tradition, Alltag und Begegnung. Zu sehen sind unter anderem Gebete in der Leipziger Synagoge, Eindrücke von der Jewish Remembrance Week in Görlitz, Vorbereitungen auf das Pessach-Fest in Chemnitz und das Lagerfeuer zum Fest Lag baOmer in Dresden. Die deutsch- und englischsprachige Ausstellung wird durch eine Videoinstallation über die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig und jüdisches Leben in der Stadt ergänzt.
Die Fotografien stammen von Stephan Dietze aus Leipzig, Norbert Millauer aus Dresden und Matthias Schumann aus Radebeul. Dietze begleitet seit längerer Zeit das Ariowitsch-Haus und die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig. Millauer dokumentiert seit Jahren die Jüdische Gemeinde zu Dresden. Schumann arbeitet unter anderem zu jüdischen Spuren in Osteuropa. Die 40 Aufnahmen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern wollen Menschen, Orte und Momente aus unterschiedlichen Teilen Sachsens sichtbar machen.
Erstellt wurde „Einblicke“ vom Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden und fachlich von Landesrabbiner Zsolt Balla begleitet. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert das Projekt; die Finanzierung erfolgt zudem aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.
Die Ausstellung entstand für das Themenjahr TACHELES 2026, das 100 Jahre nach der Gründung des ersten sächsischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden jüdische Kultur und Gegenwart landesweit sichtbar macht. „Einblicke“ war zunächst im Sächsischen Landtag und anschließend im Kulturforum Görlitzer Synagoge zu sehen. Nach Chemnitz sind weitere Stationen in Zwickau, Dresden und Leipzig geplant. Weitere Projekte des Themenjahres stellt DieSachsen.de unter anderem in einem Beitrag über jüdische Sportstars in Dresden vor.