Dresden. Gefeierte Idole, dann ausgegrenzt, deportiert, ermordet: Vom 24. August bis 20. September zeigt Dresden auf der Plaza des Heinz-Steyer-Stadions die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung - Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach". Sie ist Teil von „TACHELES. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026".
17 Lebensgeschichten in überlebensgroßen Silhouetten
Im Mittelpunkt stehen 17 deutsch-jüdische Sportlerinnen und Sportler, die als Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger oder Rekordhalter zu den Stars ihrer Zeit zählten - dargestellt in überlebensgroßen Silhouetten. Während der NS-Zeit wurden sie aus ihren Vereinen ausgeschlossen, Titel wurden aberkannt. Dem Fußballpionier Walther Bensemann, Mitbegründer des DFB, blieb wie vielen nur die Flucht; der Nationalspieler Julius Hirsch und die zehnfache Leichtathletikmeisterin Lilli Henoch wurden deportiert und ermordet. Basketballtrainer Ralph Klein entkam nur knapp der Deportation nach Auschwitz. Zu sehen sind unter anderem auch die Fechtolympiasiegerin Helene Mayer, Schachweltmeister Emanuel Lasker und die Leichtathletin Gretel Bergmann. Den Bogen in die Gegenwart schlägt die Schwimmerin Sarah Poewe, die 2004 in Athen als erste jüdische Athletin nach dem Zweiten Weltkrieg eine olympische Medaille für Deutschland gewann.